Warum reden alle von Cyber?

Fremdwörter sind immer gut, wenn es um Sachen geht, die sowieso niemand versteht. Wer sie benutzt, demonstriert Kompetenz und Weltgewandtheit. Das englische Cyber- bietet sich daher geradezu an, um über dieses vertrackte Internet zu fantasieren. Und so wurden u. a. durch die Bundesregierung und die Bundeswehr schon einige Kultbegriffe ans Tageslicht befördert. Da gibt es die Begriffe Cybercrime, Cyberstrategie, Cyberabwehr, Cyberangriff, Cyberdialog oder Cyberdelikt. Besonders gut gelungen (wie ich finde) ist aber das Wort Cyber-Außenpolitik. Insgesamt haftet all diesen Wörtern jedoch vor allem eine Signalwirkung an: Achtung, jetzt kommt heiße Luft!
Kaum zu glauben, aber der Sprecher der Bundeswehr kann diese raffinierten Wortneuschöpfungen mit der Substantivierung des Präfixes Cyber- elegant in den Schatten stellen, indem er von verschiedenen Bereichen, „wo wir Cyber machen“ (0:55), spricht. Vielen Dank an Jung & Naiv für dieses legendäre Supercut-Video:

In diesem Sinne: Immer schön Cyber machen!
Im Gegensatz dazu ist Alexander Lehmann dafür bekannt, schwierige Inhalte genial einfach zu erklären. Das Phänomen Cyberkrieg wird von ihm beleuchtet und simpel beschrieben. Viel Spaß also bei einem wirklich gehaltvollen Video.

Quellen:
https://neusprech.org/cyber-aussenpolitik/
https://neusprech.org/cyberattacke/

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2 Gedanken zu “Warum reden alle von Cyber?

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